Eine Ära geht zuende

nun ist es soweit … nach den verheerenden Windwurf Wiebke 1990 und Lothar 1999 und dem dadurch bedingten Preisverfall wurde es auch für uns immer schwerer, die gestiegenen Kosten aufzufangen und so entscheiden wir uns schweren Herzens (schließlich waren wir mal das führende Sägewerk in der Region ..) das Sägen von Holz aufzugeben und die Maschinen zu verkaufen.

Man muß dazu wissen, dass im Sägewerk das Holz im Normalfall über sogenannte Vorverträge mit den Forstämtern gekauft wird. Das heißt Menge und der Preis dazu wird im Spätherbst festgelegt und dann im Laufe des Jahres wird das Holz übernommen. Nun waren die Windbrüche ja erst Anfang des neuen Jahres und da alle vor dem Borkenkäfer Panik geschoben haben, wurde das Holz aus dem Wald zum Teil pro Stamm zum symbolischen Preis von 50 Pfennig  (Wiebke) verkauft … die Euroumstellung war ja erst 1999 und konnten Sägewerke, die keine oder nur kleine Vorverkaufsverträge abgeschlossen hatten, Schneideholz zum Spottpreis erwerben, während wir die vertraglich festgelegten Preise bezahlen mussten … im Vergleich dazu bezahlten wir für einen Stamm mit 1,5 Festmetern ca. 150,– DM … dadurch konnten wir unser Holz nicht mehr so verkaufen wie wir es eigentlich hätten müssen (diese Wettbewerbsverzerrung war aber den Forstämtern völlig egal und mussten viele Sägewerke dann in der Folge aufgeben – früher waren die Sägewerker ja mal die Könige auf dem Dorf )

wie denn auch immer, wir wollten ja die Schreinerei stärken und deshalb gaben wir das Säge von Holz schließlich auf und fanden in Herrn Nagel, der mit seinen beiden fleißigen Söhnen das komplette Sägewerk bei uns abbaute, einen Mann, der Verwendung für unsere Maschinen fand .. der Abbau war wirklich ein knochenharter Job auch wenn hier ein Autokran zur Hilfe kam ..

Digital StillCamera

wir hatten dann neuen Platz und konnten unsere Gartenmöbel im alten Sägewerk ausstellen … dies ist aber eine andere Geschichte