Beim „Ündern“

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eigentlich ist Roßstadt zwischen Bamberg und Eltmann gelegen (und noch zu Unterfranken gehörend) zumindest an der Hauptstrasse entlang überhaupt nicht abschüssig und trotzdem gibt es hier den „öbern“ Wirt und eben den „Ündern“. Und bei Letzterem wurde eine Renovierung des fast schon historisch zu nennenden Saales notwendig. Die Familie Engel beauftragte einen Fußbodenspezialisten, der das mit der Zeit schon sehr durchhängende und zum Teil lose gewordene Fischgrätparkett einzeln entfernt hat, durchnummeriert und auf einem neuen Unterbau wieder exakt an seine ursprüngliche Lage gelegt hat. So wurde der alte Flair erhalten und da durfte die Firma Rottmann mit Ihren neuen Möbeln natürlich keinen Stilbruch begehen. So wurden die Banklehnen aus lebhaften Fichtenholz hergestellt während der Bankunterbau und die Tischgestelle in einem farblich angepasstem robustem Buchenholz gefertigt wurden und ein spezieller Alterungsbeizton unter der matten Lackierung erweckt den Anschein, als wenn die Möbel schon immer hier so gestanden hätten. Von den hellen Ahornplatten ist bei dieser Aufnahme gerade nicht viel zu sehen, da beim Fototermin die Tische anläßlich einer Feier mit weißen Tischtuch eingedeckt waren. Die Stühle wurden aus der alten Möblierung übernommen und runden somit das Gesamtbild harmonisch ab. Die große Schwierigkeit bei diesem Auftrag war aber die Schräge des Fußbodens, der vom Eingang zur gegenüberliegenden Seite um 6 cm ansteigt. Natürlich hätten wir einfach unsere Bänke draufstellen können, aber ich bin mir sicher, dass fast jeder gemerkt hätte, dass hier in der Horizontalen etwas nicht stimmt, wie man z.b. ein schief hängendes Bild auch als Störung empfindet. So haben wir mit dem Lasermeßgerät alles ausnivelliert und die Bankstützen immer ein Stückchen niedriger geschnitten, sodass die Banksitzhöhe gleich am Eingang eine andere ist, als die am Hinterausgang. Setzen Sie sich mal vorne an einen Tisch und dann gleich am Anschluß danach hinten: so werden Sie den Unterschied bemerken, sonst fällt dies aber keinem Gast auf.

Übrigens ist „beim Engel“ der Hof an den 4 Adventswochenenden sehr ansprechend geschmückt und man bekommt Glühwein und kann sich an speziell beheizten Ofenstehtischen aufwärmen und am letzten Wochenende vor Weihnachten gibt es noch eine Livemusik dazu.

Hier noch ein Bild der bereits schon vor einigen Jahren von uns gelieferten Stubeneinrichtung. (Auch die große Gaststube wurde noch früher von der Firma Rottmann eingerichtet, nur war diese beim Fototermin leider schon von Gästen belegt – und da wollten wir auch nicht stören)

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Tag der offenen Tür 2014

 

 

Anläßlich des 90. Geburtstages der Gründung der Firma Rottmann durch Heinrich Rottmann hatten wir unsere Toren und Türen für Gäste am 03. Oktober geöffnet. An diesem Tag findet ja der alljährliche Herbstmarkt in Oberschleichach statt. und da dachten wir, das wäre doch eine gute Möglichkeit unseren Betrieb der Öffentlichkeit zu präsentieren. Eigentlich stehen unsere Räumlichkeiten ja jedem Interessierten zur Verfügung und wir führen auf Wunsch auch durch unsere Produktion, doch es besteht ja immer eine gewissen Hemmschwelle, diese Möglichkeit zu nutzen.

Der Begriff „Tag der offenen Tür“ ist hier von uns eigentlich falsch gewählt worden, da an einem solchen Tag keine Beratung oder Verkauf stattfinden darf – siehe: http://www.mittelstandswiki.de/wissen/Tag_der_offenen_T%C3%BCr – außerdem darf man an einem solchen Tag nur ausschließlich neutrale, externe Personen einsetzten  und kein eigenes Personal – der Besucher will aber Informationen haben, die nur die eigene Mannschaft geben kann.  Vielmehr hatten wir auf dem Herbstmarkt einen eigenen Stand (hier hielt Enrico eisern die Stellung und wies die Besucher auf unsere offenen Räumlichkeiten hin) mit einer Art Außenstelle – unserer Firma eben.

Nun ja, aufgrund des schönes Wetters und der verschiedenen Artikeln in der Tagespresse (ein herzliches Danke-Schön an Sabine Weinbeer für die redaktionelle Arbeit, Herrn Goldmann für den Beitrag im  Fränkischen Tag, dem Haßfurter Tagblatt und der Wochenpost mit Herrn Michael Gerhart und Lothar Schober sowie dem Haßberg-Echo mit Frau Carin Meister für die ganz kurzfristige Auftragsannahme) – wo waren wir jetzt eigentlich – also: Wetter und Tagespresse waren wahrscheinlich die Grundlage für des überwältigenden Erfolges unserer Veranstaltung.

Gezählt hat niemand die vielen Besucher, aber von 10:00 Uhr morgens (da waren wir noch gar nicht so richtig aufgestellt) bis abends um 18:00 war immer Trubel und die CNC-Maschine mit der Namenschilderfräsung kam überhaupt nicht zum Stillstand  (geplant war ja hier eigentlich nur eine stündlich wiederkehrende Vorführung).

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An der großen Theke war dauernd so viel Betrieb, dass Iris und Jürgen (vielen Dank an die beiden) kurzfristig aushelfen wollten und dann dauerhaft eingespannt waren. Hier entwickelten sich spannende Gespräche über das was die unsere Firma ausmacht und wer wo und wowie schon Kontakt mit uns hatte. Auch das uns viele Freunde uns besuchten, erfüllt uns mit besonderem Stolz. Heute kamen auch mal die Nachbarn in unsere „heiligen Hallen“, die bisher noch nicht wussten, das sich hinter den großen Mauern so alles tut. Für die Familienangehörigen unserer Mitarbeiter war dies auch eine gute Gelegenheit mal zu schauen, was denn ihr Vater oder Mutter, Onkel,  Cousin oder Enkel so arbeitet und wie das Umfeld dazu ausschaut.

Kurzum, es war ein gelungerer Tag und hier wollen wir uns nochmals ganz herzlich bei folgenden Helfern und Mitarbeitern bedanken (Reihenfolge rein willkürlich gewählt):

1) meinem Vater Günter, der mit 79 Jahren uns noch gerade noch rechtzeitig die Beleuchtung in der neuen Tür-Galerie fertiggestellt hat

2) meiner Schwester Evi, die morgens die Erste und abends die Letzte war und hinter der Theke alle Gäste bewirtet hat – gespült und abgetrocknet und und und ..

3) den Kuchenbackern: meinem Schwipp-Schapp-Schwager Otto für den Kuchen mit den handgekerfelten Nüssen, von dem abends kein Stück mehr übrig war – Irmgard für den leckeren Schokokuchen und Luzia für die Nußecken (da hat Oliver wirklich einen guten Fang gemacht)

4) meinem Sohn Jonas, der noch am Vorabend einen PC einrichten müsste und seiner Freundin Tamara, die hinter Theke die Platten mit dem Fingerfood richtete und die Gäste bediente

5) Enrico, der den Stand am Markt im kleinen Damm betreute und dabei auch immer nach Tim und Felix schauen musste – diese beiden (neuen) Enkelkinder möchten wir nicht mehr missen

6) unseren Mitarbeitern Andre + Andy + Leonhard + Max + Oliver + Stefan + Ulrich +  Winfried, die die Besucher mit Informationen versorgten, mehrmals zusätzliche Brettchen für die Namensschilder anfertigen, überall ein Auge auf fragende Besucher hatten und natürlich im Vorfeld schon früh am Morgen den Pavillion am Herbstmarkt aufbauten und abends dann auch wieder wegräumten und noch so vieles Mehr

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6) nein Moritz, dich habe ich nicht vergessen, du bekommt einen eigenen Absatz hier: vielen Dank für die Arbeit an deiner Drechselbank – viele Leute hatten sowas noch nicht gesehen und waren begeistert von deiner Fingerfertigkeit und entsetzt über deine Leichtfertigkeit: das nächste Mal auch die zugewiesene Schutzbrille benutzen !!

Film: Moritz beim Drechslen

 

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und zu guter Letzt müssen wir uns natürlich selber loben – Sarah und Renate und Leo – viel Stress gehabt in der Vorbereitung und der Unsicherheit, an alles gedacht zu haben und alles richtig machen zu wollen – den ganzen Tag dann in gute Gesprächen mit Kunden und Freunden vertieft und abends mit einem sehr guten Gefühl totmüde ins Bett gefallen und Glück gehabt, dass jetzt ein Wochenende folgt, um alles wieder zurückzubauen und in normale Spuren zu lenken – der nächste Montag kommt bestimmt ..