DISKUSSION um das „Holz aus dem Nationalpark“

Wir haben uns gefreut, dass sich Dr. Fahn von den Freien Wählern sich vor Ort ein Bild von den Verarbeitern des Holzes aus dem Steigerwald gemacht hat um dann auch mit dem nötigen Hintergrundwissen im bayrischen Landtag fundiert Stellung nehmen zu können (und dazu auch unsere Firma besucht hat):

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von links nach rechts: Sarah Rottmann, Dr. Hans-Jürgen Fahn,        Leo Rottmann, Oskar Ebert und Forstamtsdirektor Mergner

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von links nach rechts: Leo Rottmann, Revierleiter Paul Huber,          Dr. Hans-Jürgen Fahn und Oskar Ebert

die Fotos wurden uns freundlicherweise vom Pressebüro Sabine Weinbeer zur Verfügung gestellt

der komplette Zeitungsartikel ist am 12.07.2016 im Hassfurter Tagblatt unter der Überschrift: Der Wald braucht Hilfe, wenn er überleben soll erschienen:

http://www.hassfurter-tagblatt.de/lokales/aktuelles/art2824,444406

hier Auszüge aus dem Textteil:

„Wertschöpfung, das klingt immer so abstrakt, aber was ich heute gesehen habe, das ist schon sehr beeindruckend“, das stellte Landtagsabgeordneter Hans-Jürgen Fahn fest, nachdem er mehrere holzverarbeitende Betriebe im Landkreis Haßberge besucht hatte. Als Stimmkreisbetreuer ist der FW-Abgeordnete für den Landkreis zuständig. Seit Jahren engagiert er sich besonders zum Thema Steigerwald als massiver Verfechter des Prinzips „Schützen und nützen“ und des Trittsteinkonzepts.

Zusammen mit den Bürgermeistern Matthias Bäuerlein (Rauhenebrach) und Siegfried Ständecke (Michelau) sowie stellvertretendem Landrat Oskar Ebert und Ulrich Mergner, Leiter des Forstbetriebs Ebrach, besuchte Fahn das Sägewerk Reitz in Wonfurt und in Oberschleichach die Firma Holz-Wirth, die Möbelwerkstätten Rottmann und die Firma Fenster-Gehrig. Die vier Betriebe beschäftigen zusammen über 50 Menschen.

Eng arbeitet die Firma Wirth auch mit den benachbarten Möbelwerkstätten Rottmann zusammen, nutzt dort die Trockenkammer. Leo Rottmann zeigte seine Schreinerei und in der Ausstellung die Möbel, die dort entstehen. Vor allem Laubhölzer werden hier verarbeitet, sowohl für Gaststätteneinrichtungen, als auch für maßgeschneiderte Privat-Wohnungen. Auch hier gelang mit Tochter Sarah schon der Übergang in die nächste Generation. Auch Möbelkäufer – gerade solche, die beim Schreiner arbeiten lassen – legen Wert auf regionales Holz, erklärte Leo Rottmann beim Rundgang.

Mitten in der Naturverjüngung zeigte er auf, dass eine gute Baumarten-Mischung wichtig ist. „Die Artenvielfalt im Steigerwald hängt an der Eiche“, betonte er. Die Erfahrungen aus den Naturwaldreservaten zeigten, dass in kurzer Zeit die Buche alles andere verdrängt, ohne försterliches Eingreifen würde die Buche bald 80 Prozent der Baumarten ausmachen, was eine deutliche Verarmung nach sich zöge. Deshalb sei ein Großschutzgebiet wie ein Nationalpark laut Mergner der Artenvielfalt abträglich.

Auch gebe es oft einen falschen Eindruck vom Wirtschaftswald. In dem Hieb von 40 Hektar, den Mergner mit Hans-Jürgen Fahn besichtigte, wurden 810 Festmeter Nadel- und 390 Festmeter Laubholz eingeschlagen. 300 Festmeter Totholz blieben für die Artenvielfalt liegen. Es wurden also etwa 3500 Stämme entnommen, ohne dass es der durchschnittliche Waldbesucher merken würde. Frühestens in zehn Jahren wird hier wieder ein Einschlag geplant. Im Auge haben die Förster aber immer den gesamten Wald. Der muss immer mehr Niederschläge im Winter und trockenere Sommer verkraften. „Wir setzen daher auf eine Durchmischung mit Tanne, Eiche, Ahorn und Hainbuche, die wurzeln tiefer und sollten eine Klimaerwärmung von zwei Grad mitmachen“, hofft Mergner, macht aber auch klar: „Der Wald braucht diese Unterstützung, wenn er den Klimawandel überleben soll“.